Freitag, 26. Juni 2009

der 3-Punkte-Plan Hitlers

  1. durch die Wirtschaftskrise arbeitslose & verzweifelte Menschen in (Wehrmachts-)Uniform stecken, alias deindividulisieren, dadurch eine (deutsche) Gruppenzugehörigkeit bilden und bestärken, an der sich Menschen in ihrem schwindenden Selbstwert halten können - nach dem Motto, zwar alles verloren zu haben, aber die Hoffnung gegeben etwas Besseres, da für etwas Höheres bestimmt zu sein
  2. Ziel definieren, das gegen eine andere Gruppe gerichtet ist und nur gemeinsam, also durch den Zusammenhalt der Eigengruppe der Deutschen (und seiner Verbündeten), erreicht werden kann, sprich Krieg nach außen mit allen Mitteln führen - zudem evtl. Kontrolle, ob Finanzierung der Kriegsmaschinerie & antizyklischen Fiskalpolitik durch spätere Ausbeutungen der unterworfenen Staaten zurückgezahlt werden kann
  3. wenn absehbar, dass Pläne doch unrealistisch: Sündenbock finden, möglichst grausam ausbluten lassen & anschließend exekutieren, sodass Partizipanten zum letzten Selbstwertschutz Opfern selbst Schuld zuschreiben werden (alle Ausführung so beschlossen auf der Wannenseeekonferenz, die tatsächlich erst 1942 stattfand, also als die Aussicht auf einen Sieg schwand)
Optional: Gleiches Prinzip auf ältere Krieg anwenden - beispielsweise behaupten, dass der 1. Weltkrieg verloren, weil er nicht hart & radikal genug geführt wurde und es Verräter in der Eigengruppe (also Sündenböcke gefunden) gab, kurz Dolchstoßlegende genannt, denn die Eigengruppe hätte ja schließlich nie verlieren können, da überlegen, halt deutsch eben...

Aufgabe: Diese Taktik funktioniert auch in anderen Ländern zu anderen Zeiten. Finden Sie heraus in welchen!

Keine Kommentare: